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Was bedeutet "fair"?

 

Der Duden definiert das Wort "Fair" unter anderem als "gerecht im Verhalten gegenüber anderen". Überträgt man dies auf unterschiedlichste Lebensbereiche, so wird deutlich, was wir allgemein unter dem Begriff "fair" verstehen:

 
Fair gegenüber anderen Menschen
 
Vielen Menschen ist es gar nicht bewusst, dass unter der Lebensweise, die sie führen, viele andere zu leiden haben. Damit wir beispielsweise günstige Pullover oder Schokolade kaufen können, arbeiten am anderen Ende der Welt Menschen unter teils katastrophalen Bedingungen und zu Niedrigstlöhnen. Auch Kinderarbeit ist längst nicht so selten, wie man vielleicht annehmen mag.
"Fair" bedeutet, dafür zu sorgen, dass Arbeiter gerecht entlohnt werden, Frauen gleichberechtigt sind, Kinderarbeit abgeschafft und die nachhaltige Entwicklung gefördert wird.
 
Fair gegenüber der Umwelt
 
Nicht nur seinen Müll im Wald abzuladen, schadet der Umwelt - Umweltverschmutzung läuft zu einem großen Teil viel subtiler ab: Damit wir ganzjährig frische Erdbeeren essen können, müssen diese über die ganze Welt geflogen werden; für die ständig ausgedruckten E-Mails werden nicht nur Wälder gerodet, sondern auch riesige Mengen Wasser und Chemikalien wie zum Beispiel Bleichmittel verbraucht; damit wir beim Fernsehen entspannen können, pustet anderswo ein Kohlekraftwerk Tonnenweise Schadstoffe in die Luft.  
Wer die Umwelt fair behandelt, bewahrt die Ressourcen, vermeidet Schadstoffe und geht sparsam mit der Energie um. Häufig wird dies auch unter dem Begriff "Nachhaltigkeit" zusammengefasst.
 
Fair gegenüber Tieren
 
Tiere dienen den Menschen nicht nur als Nahrungsquelle. Auch ihre Felle bzw. ihre Haut und ihre Produkte wie Eier und Milch sind begehrt. Bei der Zucht werden die Tiere nicht selten unter miserablen Zuständen gehalten. Doch nicht nur das - oftmals müssen Tiere auch für Laborversuche herhalten.
 
Ein fairer Umgang mit Tieren bedeutet nicht zwangsläufig, auf jegliche Tierprodukte verzichten zu müssen. Doch man sollte Wert darauf legen, dass sie artgerecht gehalten und nicht als Versuchsobjekte missbraucht werden.
 

Im Allgemeinen wird unter dem Begriff "fair" bzw. "fairer Handel" vor allem der soziale Aspekt einbezogen. Um fair gehandelte, umweltfreundliche und tierschutzgerechte Produkte zu erkennen, gibt es inzwischen eine Reihe von Prüfsiegeln, die belegen, dass bestimmte Anforderungen bei der Herstellung eingehalten wurden.